Archiv für das Tag 'LP'

„Der Rennwagenfahrer Elvis wird von Nancy Sinatra, die eine Steuerfahnderin in weißen Stiefeln spielt, überprüft. Er singt davon, wie schön es ist, an Onkel Sam (=Amerika) Steuern zu zahlen, gewinnt in einem großen Rennen genügend Geld, um seine Steuerschulden zu begleichen.“ (aus Elvis Lebt)

Das Cover ziert 7 Elvis Pics aus Spielfilmszenen seines 27. Spielfilms. Auf der Rückseite befinden sich ebenfalls Pics (12) aus seinem 27. Film.

Im Film spielt Nancy Sinatra die Steuerfahnderin Susan Jacks. Nancy Sinatras Single These Boots Are Made for Walkin’ entwickelte sich zum Welthit und einem der bekanntesten Songs des Jahrzehnts. Sowohl in den USA als auch in Großbritannien und Deutschland stand das Lied auf Platz 1 der Charts. Der Song wurde in den folgenden Jahrzehnten von stilistisch sehr unterschiedlichen Künstlern gecovert: Loretta Lynn, The Supremes, Boys Next Door, Jessica Simpson, 7 Seconds, The Meteors, Megadeth und Government Issue versuchten sich an dem Lied, das laut Sinatra durchaus auch in einem sexuellen Kontext gesehen werden kann.

In einer weiteren Gastrolle sehen wir Bill Bixby als Kenny Donford. Bill erlangte Weltrum als Mr. Ur-Hulk (Hulk wurde allerdings von Louis Jude Ferrigno dargestellt). Bei Hulk spielte er den Wissenschaftler Dr. David Bruce Banner. Am 21. November 1993 erlag Bixby seinem Prostatakrebs. Er wurde nur 59 Jahre alt.

Auf der LP befinden sich 7 Songs + 5 Bonussongs.

Eröffnet wird die LP mit einem sehr schnellen „Speedway“. Seine Stimme ist überwältigend. Dazu die Instrumnete, super arrangiert. Ich finde das man diesen Song so in Richtung Beat einstufen könnte.

Bei „There Ain’t Nothing Like You“ hören wir zum Schluss Nancy Sinatra singen. Ihre Stimme passt nicht wirklich zum Song.

„You’re Time Hasn’T Come Yet, Baby“, seine Stimme klingt fantastisch.

„Who Are You? (Who Am I)” Seine Stimme ist weich und gefühlsvoll. Das Saxophon passt sehr schön zum Song, doch leider stört mich hier das kräftige Schlagzeug.

Das Schlagzeug und der Bläser bei „He’s Your Uncle Not Your Dad“ erinnert doch stark an einen Army-Musikzug. Man könnte aber auch meinen, das man sich in einem Musical befindet! Die männliche Begleitstimme ist die von Ray Walker, Mitglied der Jordanaires.

„Let Yourself Go“, bekannt aus dem 68er Comeback Special, wird fast so dreckig wie 1968 vorgetragen.

Als nächstes hören wir Nancy mit ihrem Song „Your Groovy Self“. Es ist der erste von Elvis nicht vorgetragene Song, welcher auf einer Elvis-LP zu hören ist!

„Five Sleepy Hands“ wurde nicht für den Song verwendet. Eigentlich sehr Schade! Ob Elvis auch Lisa so in den Schlaf gesungen hat?

„Western Union“, „Mine“, „Goin Home“ und Suppose“ wurden nicht für den Film verwendet.
Western Union stammt aus einer 1963er Session, Mine aus einer 1967er Session und Goin Home wurde ursprünglich für Stay Away Joe aufgenommen, viel dann aber der Schere zum Opfer!

Erschienen ist die LP 1968 auf RCA Victor LSP-3989.
Zu anfangs wurde Going Home geschrieben, doch recht schnell wurde es auf Goin’ Home geändert. Five Sleepy Heads dagegen ist bis heute nicht geändert (Richtig: Five Sleepyheads).

Der Soundtrack wurde bei United Records in Hollywood am 20.-21- Juni 1967 aufgenommen.
Engineer: Eddie Bracket, Musical conductor: Jeffrey Alexaner
Musiker:
Chip Young, Tiny Timbrell and Thomas Tedesco (guitars), Bob Moore (bass), D.J. Fontana and Buddy Harman (drums), Larry Muhoberac and Charly Hodges (piano), Charlie McCoy (trumpet), Pete Drake (steel guitar) und der große Boots Randolph (saxophone)

NL 89012 LP

Fazit:
Für mich ist Speedway ein viel zu unterschätzter Soundtrack. 

Review von Admiral James T. Kirk