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Vegas 69 – Opening Night

Nach dem erfolgreichen TV-Special 1968 hatte unser Mann wieder Blut geleckt und folgerichtig ging er den weiteren Schritt, die konsequente Rückkehr auf die Bühne ! Col.Parker und Elvis sahen Las Vegas als geeigneten Ort für das Live-Comeback. Sofort wurde mit verschiedenen Hotels verhandelt und man wurde sich schnell einig mit dem International Hotel wo Elvis für eine Rekordgage von 1 Million Dollar für den Sommer 1969 gebucht wurde. Da dort ein neuer Showroom eröffnet werden sollte, ließ man Barbra Streisand den Vortritt, und die Streisand hatte jede Menge Probleme mit den technischen Standarts des Hotels, als der KING dort auftrat waren diese Dinge behoben !!!

ELVIS PRESLEY wurde vom 31.Juli bis 28.August 1969 zu 58 Konzerten engagiert . Sämtliche Konzerte waren vollständig ausverkauft ! Las Vegas lechzte darum Auftritts-Location für Elvis Presley zu sein ! Gegenstand meiner heutigen Review ist die Dinner-Show vom 03.August für uns eigentlich die wirkliche Opening-Night da es der erste tontechnische Mitschnitt der Konzertreihe in Vegas ist. Viel Spaß beim lesen !!!

Las Vegas, 03.08.69 , 2.30pm

Aufgeregte Spannung im Showroom des Internationals, 2200 sehnsüchtig wartende Fans fiebern dem EVENT entgegen. Die Lichter werden abgedunkelt, erste Schreie sind vernehmbar, plötzlich,unvermittelt beginnt Elvis-Combo mit harten Beats, sofort Aufschreie im Publikum, 8 lange Jahre hatten sie auf ihn gewartet, alle Gefühle die sie schon so lange für ih hegen müssen jetzt raus !!! DA IST ER, schlank, gutaussehend mit langen pechschwarzen Haaren gehüllt in einen schwarzen Suit betritt er die Bühne. Standing Ovations und ohrenbetäubender Jubel, Elvis wirkt sehr konzentriert, ein flüchtiges lächeln zu seinen Fans, dreht er sich zu Charlie Hodge um der ihm die “Gibson-Dove 69er” Gitarre umhängt, wendet sich der KING dem Mikro zu und “it`s a one for the money, two for…”, “BLUE SUEDE SHOES” heizt die Massen auf, was für ein Beat, Elvis ist grandios bei Stimme, jede seiner sexy Beinbewegungen wird mit lauten Kreischen bedacht, was FÜR EIN BEGINN !!! Burton`s Gitarrenspiel perfekt !!! Standing Ovations am Ende des Song`s! “Vielen Dank, Gott Allmächtiger” und ELVIS schmeißt sich in den beissenden, stapfenden Ryhtmus von “I GOT A WOMAN” die Band und Elvis feuern sich gegenseitig an, perfektes Zusammenspiel aller musikalischen Elemente, Elvis selber? Umwerfend wie immer !, perfekt bei Stimme, körperlich in einer Top-Verfassung bewegt er sich so sehr das man denkt nicht seine Gitarre sondern sein ganzer Körper vibriert. Standing Ovations für den KING !!! “Danke vielmals, Ladies und Gentlemen” und die Band beginnt mit dem Intro zu “ALL SHOOK UP” und Elvis kommentiert “dazu kann ich jeden Song der Welt singen” um sich dann sofort reinzuarbeiten in diese klasse Nummer. Immer wieder Karate-Moves was sofort mit Schreien begleitet wird ! Großer Beifall der Fans sind ihm sicher ! “Ich danke Ihnen sehr, ich möchte sie Willkommen heißen im International, diesen freakigen International Hotel, lustige Engel an den Wänden. Ich möchte euch danken das ihr heute Nacht zu mir gekommen seid, dies ist mein erster Auftritt seit 9 Jahren. Einige Male fühlte ich mich schon tot, ich bin wirklich glücklich hier zu sein, ich hoffe es geht euch auch so.” Applaus und Schreie “We love you, Elvis” ja sie haben ihn sehr VERMISST !!! Jetzt genießen sie jeden Augenblick mit ihm !! “LOVE ME TENDER” folgt, wundervoll seine Stimme, jeder ist sofort gefangen von der Magie ELVIS PRESLEY`s ! Kein Auge im Showroom ist mehr trocken, alle sind so aufgewühlt von Elvis Bühnenpräsenz. Standing Ovations für diese tolle Darbietung ! “Danke, ich möchte nun ein Medley meiner alten Hits machen” sofort Aufschreie des Publikums macht er Späße mit seiner Gitarre wo er einige Akkorde anschlägt “nicht die Gitarre steht unter Strom sondern ich”. WIE RECHT ER HAT !!! “JAILHOUSE ROCK / DON`T BE CRUEL” beginnt, was für ein aufregender Beat, Elvis verausgabt sich total, Szenenapplaus beim Wechsel zu “DON`T BE CRUEL” Band,Backround und Elvis sind eine Einheit !!! Standing Ovations sind sein Lohn !!!

“Danke” und ein sowas von bluesig vorgetragenes “HEARTBREAK HOTEL” folgt, wie wundervoll, unglaublich wie es auf die 2200 wirkt, es wird heiß !!! Elvis`sexy Bewegungen und das grandiose Zusammenspiel mit Tutt und Burton lassen die Leute ausflippen, Schreie überall “woh und oh” zu hören, riesen Applaus der Menge am Schluß ! Ohne ein Wort zu verlieren wirft sich der King in den explosiven Beat von “HOUND DOG”, 1956 hat er sich nicht so sehr bewegt, sensationelle Version, jede Bewegung wird mit Schreien kommentiert, Elvis ist in einer Top-Verfassung. Standing Ovations!!! “Danke euch sehr, entschuldigt ich komme ein wenig ins Schwitzen” und Larry beginnt mit den Piana-Part von “MEMORIES”, wie wundervoll so schön gesungen, ja die Stimmung schlägt jetzt um, jeder lauscht Elvis wundervoller Stimme, so zart und doch so kraftvoll, jede Silbe nimmt man ihn ab, er lebt diesen Song, grandios !!! Großer Beifall für den KING !!! “Yeah danke ! ich würde gerne, ähm meine ersten Aufnahmen waren schrecklich, ich machte 5 Platten für SUN vor Heartbreak Hotel und Hound Dog, ich hatte 3 Musiker und 3 Instrumente *lach*” . “MYSTERY TRAIN / TIGER MAN” folgen, was für ein Beat, längere Version als in den Vortagen, perfektes Gitarrenspiel Burton und Elvis Moves pulsierend zum Rhytmus ! Riesen Applaus am Ende, als sich der KING total verausgabt !!! WAS FÜR EIN KONZERT ! 

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“Vielen Dank, Ladies und Gentlemen. Ich möchte Ihnen nun meine Story der Geschichte erzählen. Ich war 18 oder 19 und auch dem Weg Elektriker zu werden, wahrlich der falsche Weg. Nun in meinen Mittagspausen parkte ich immer vor einem kleinen Aufnahme-Studio. Irgendwann nahm ich all meinen Mut zusammen und ging hinein, ich wollte sehen wie meine Stimme wirkt. Eine gewisse Zeit später bekam ich den Anruf ! Die Sekräterin hatte noch den Hörer in der Hand, da war ich schon im Studio (Gelächter) . Nun wir machten viele Dinge und in Memphis wurde ich bekannt, ich spielte in Bars, ja Sir Lousiana Hyride (Applaus) aber niemand kannte mich wirklich. Das änderte sich als ich Col.Sander ähm Parker (Gelächter) kennenlernte. Er brachte mich ins Fernsehen, die großen Shows, Ed Sullivan, Steve Allen, dort mußte ich diesen dämlichen Hund ansingen *you ain`t nothing but a hound dog* (Gelächter) und dann kam Hollywood. Ich machte 4 Filme vor der Army. Love me Tender,Loving you, Jailhouse Rock, King Creole (Applaus), und ich saß in meinen Caddilac, hatte ne Sonnenbrille auf und trank Pepsi-Cola und sagte he ich bin ein Filmstar. Hätten die Leute mich so gesehen dann *bang* (Gelächter). Und dann kam Uncle Sam. Das war sehr ok, die Kameraden behandelten mich genau wie jeden anderen, nur wunderte mich das sie sich gegenseitig Mama riefen (Gelächter) . Später in Hollywood als ich Anweisungen von einem Regisseur bekam sagte ich he wie geht es Mother (Lautes Gelächter). Nun nach der Army kehrte ich nach Hollywood zurück machte einige Filme, G.I.Blues, Girls,Girls, Girls, ja Madame Viva Las Vegas und es wurde schwerer und schwerer. Nun der Grund warum ich Ihnen das alles erzähle. Es wurde Zeit und ich wollte die ganze Zeit zurück auf die Bühne und nun bin ich hier.” Standing Ovations für seine offenen, lustig verpackten Worte. ER IST ZURÜCK !!! opening02vo1

Nun folgt das jammige “BABY WHAT YOU WANT ME TO DO” klasse Beat der Band und Elvis kräftig bei Stimme. Elvis lebt sich richtig rein kommentiert dem Spiel der Band “oh yeah”. Standing Ovations und das schöne “ARE YOU LONESOME TONIGHT?” folgen, wie wundervoll, tief aus seiner Seele heraus singt er diesen Song. Nicht abebbender Applaus der Fans !!! “Ich danke Ihnen vielmals” und “YESTERDAY” der Beatles-Song folgt, großartiger gesanglicher Beitrag von Elvis, ja er macht auch diesen Song zu seinen Ureigenen !!! Riesen Applaus und ohne ein Wort zu verlieren wechselt er zu “HEY JUDE” was für eine rasante Nummer Elvis ergötzt sich regelrecht an dem Song, wundervoll das Zusammenspiel aller. Standing Ovations und die Band-Vorstellung folgen. Jeder Musiker bekommt großen Beifall der 2200 Fans ! “Danke Ihnen, wir haben so viele Songs geprobt, ich habe sehr viel aufgenommen, auch in den Filmen, einige hätte ich lieber nicht aufgenommen (Gelächter), dieses hier ist ein Song der in der letzten Zeit sehr gut für mich lief.” Und es folgt der Top-Song “IN THE GHETTO” perfekt gesungen und harmonisch umgesetzt im Arrangement bekommt unser Mann verdiente Standing Ovations !!! “Ich danke Ihnen, ich habe einen neuen Song, er kam vor ca 10 Tagen raus, SUSPICIOUS MINDS” und was jetzt folgt ist der HÖHEPUNKT DES ABENDS !!! 8 Minuten voll mit Energie, unglaublichen Bewegungen, was für eine rasante Nummer, ja hier regiert der KING, unglaublich 8 Minuten und er hat die POWER !!! Standing Ovation !!!

“WHAT`D I SAY” folgt genau so rockig, er verausgabt sich total, nach der Hälfte des Songs schüttelt Elvis die Hände von so vielen, nimmt die Emotionen auf. WAS FÜR EIN ABEND!!!

“Vielen Dank, sie sind ein wundervolles Publikum und dieser Song ist speziell für sie”, und “CAN`T HELP FALLING IN LOVE” beginnt. Der Vorhang senkt sich, Applaus lauter als alles was ich kannte verabschiedet den KING in den Abend. 2200 Leute wurden Zeuge eines grandiosen Elvis Presley, dem KING !!!

Review von Tommy Cashels72 – www.elvisinfo.de

Admiral James T. Kirk

Elvis sings The Wonderful World of Christmas

 

Mitte Mai 1971 setzte Elvis seine im März unterbrochene Aufnahmesession in Nashville fort. Innerhalb einer Woche sang er über 30 Lieder, die auf mehreren Singels und LPs erschienen, hauptsächlich jedoch auf seiner zweiten Christmas-LP und seiner dritten Gospel-LP (He Touched Me).

Vom 15. bis 16. Mai 1971 wurde die LP Elvis Sings The Wonderful World of Christmas eingespielt. Veröffentlich wurde die LP im Oktober 1971, gestrichen im Jahre 1989 (oder 1991).

Für das LP-Cover wurde ein Foto aus dem Film The Trouble with Girls verwendet. Auf der Rückseite finden wir ein Bühnenfoto aus dem Jahre 1970.

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Musiker:
Gitarre: James Burton
Gitarre: Chip Young
Akustische Gitarre: Charlie Hodge
Bass: Norbert Putman
Schlagzeug, Percussions: Jerry Carrigan
Schlagzeug: Kenneth Buttrey
Piano: David Briggs
Piano: Joe Moscheo
Piano: Elvis Presley
Orgel: Glen Spreen
Orgel, Percussions, Mundharmonika: Charlie McCoy

Background Gruppe:

The Imperials (Terry Blackwood, Greg Gordon, Joe Moscheo, Armoni Morales, Jim Murray)
Millie Kirkham, Ginger Holladay, Temple Riser, Junge Page
Produzent: Felton Jarvis
Aufnahmeleiter: Al Pachucki
Overdubsession am 24. Mai 1971 (Nahville): The Imperials, Millie Kirkham
Overdupsession am 21./22. Juni 1971: Geigen (Hollywood)

Mit einem Klaviersolo – begleitet vom Bass – wird „O Come All Ye Faithful“ (2:47), die Verkündung von Jesus Christus, eröffnet. Elvis steigt traditionell in das Lied ein und wird dabei von The Imperials begleitet. Zur Mitte des Liedes erfolgt ein kurzer Trommelwirbel bevor sich die Begleitstimmen entfalten (Welches stark an An American Triology erinnert.), fast so, als würde eine Silvesterrakete aufsteigen und explodieren.

Das Lied wird von dem Zusammenspiel zwischen Elvis und den Begleitmusikern geprägt. Es hört sich einfach fantastisch an, wie The Imperials seine Stimme untermauern. Dazu die Begleitinstrumente dezent im Hintergrund! Bis zum Rollen des Schlagzeuges führt das Klavier, danach dominiert dezent das Schlagzeug, unterstütz von den Streichern. Und was für ein Finale, eingeleitet von The Imperials… ein kurzes aufhorchen einer Trompete, die Chöre entfalten sich noch mal und Schluss! Fantastisch! O Come All Ye Faithful mal live von Elvis in einer Kirche zu erleben wäre glaub ich nicht zu toppen! 

Für mich ist es das Weihnachtslied Nr. 1, welches Elvis je eingespielt hat. Seine Stimme, begleitet von den Chören, atemraubend. Hört es Euch einfach an…

Geschrieben wurde dieses Lied Mitte des 18. Jahrhunderts in Frankreich als Adeste, fideles von John Francis Wade.

In meinen Augen wird Elvis O Come Al Ye Faithful Version nur noch von Amy Grants Version getoppt.

Eingeleitet von einem Orgelspiel folgt „The First Noel“ (2:08), wo Elvis Stimme wunderschön zur Geltung kommt. Man könnte meinen, das dieses Lied gerade in einer Kirche gespielt wird. The Imperials und das weibliche Begleittrio (Millie Kirkham, Ginger Holladay, Temple Riser ) ergänzen ihn ideal. Wäre interessant gewesen, wenn Elvis nur von der Orgel während des Liedes begleitet worden wäre, da ich das Schlagzeug/Becken als störend empfinde.

Noel ist eine Kurform der Redewendung „Now all is well“ und wurde erstmals 1833 in einer Kollektion von Weihnachtsliedern abgedruckt, die den Titel „Sandy’s Carol’s“ trug. Die früheste Datierung geht bis auf das frühe 13te Jahrhundert zurück.

„On A Snowy Christmas Night“ (2:46) ist ein von Stanley Jay Gelber für Elvis geschriebenes Weihnachtslied. Nach ca. der ersten bzw. nach der zweiten Minute werden Elvis, Chor und Begleitmusiker lauter, bevor dann seine Stimme für eine kurze Zeit wieder leiser und besinnlicher wird. Schlagzeug, Geigen und Bass harmonieren fantastisch im Hintergrund zusammen. Begleitet wird Elvis von The Imperials Quartett. Bei mir steht dieses Lied auf Platz 4.

Weiter geht es mit „Winter Wonderland“ (2:17), einem sehr fröhlichen Weihnachtslied, welches mit persönlich nicht so gefällt. Liegt vielleicht daran, das die Instrumente recht kräftig spielen. Sehr klar hört man James Burtons Gitarre heraus. Elvis beendet das Lied ähnlich wie bei C’mon Everybody im Film Viva Las Vegas.

Geschrieben wurde dieses Lied bereits 1934 von Dick Smith und Felix Bernard.

„… listen to those wonderous bells…” was für eine Stimme bei “The Wonderful World of Christmas” (1:55)!. Elvis wird ganz dezent vom Bass, Klavier und Becken begleitet. Erst zur Mitte des Liedes steigen die Streicher mit ein. Hört Euch den Part nach ca. 50 Sekunden an, indem Elvis 

„Listen to those wonderous bells and 
you’ll hear them say
Opon up your hearts to all
On this holiday“

sing. Wie soll man das beschreiben? Glocken, Trompeten, Schlagzeug und Streicher explodieren förmlich, bevor diese wieder verstummen und Elvis Stimme langsam abtaucht und The Imperials mit dem Glockenspiel ihm entgegensingen/entgegenspielen.

Bei mir steht dieser Song auf Platz drei der Elvis Weihnachtslieder.

Geschrieben wurde der Song von Charles Tobias und Albert Frisch.

Mit einem Glockenspiel wird „It Won’t Seem Like Christmas (Without You)“ (2:38) eröffnet. Die im Hintergrund zu hörenden Geigen wurden am 22. Juni dazugemischt. Für mich ist hier seine Stimme zu kräftig, hätte evtl. ein wenig sanfter und besinnlicher singen müssen.

Geschrieben wurde es von J. A. Balthrop.
“On The hills of Georgia
Across the plains of Tennessee
I’ve seen an I’ve done most Everything
that a man can do or see…”

Bei “I’ll Be Home On Christmas Day” (3:48) muss ich immer an Chris Rea und Driving Home For Christmas denken. Bei den ersten 60 Sekunden glaubt man, das das Lied verschlafen wird, doch dann werden die Begleitmusiker stärker. Konzentriert Euch einfach mal die ersten 60 Sekunden nur auf die Begleitmusiker… Traumhaft einfach arrangiert.

Michael Jarrett schrieb dieses Lied (für Elvis?).

Allein wie The Imperials Quartet „If I Get Home On Christmas Day“ (2:50) einleiten ist absolut Spitze. Wäre interessant gewesen, wenn nur The Imperials während des ganzen Liedes im Hintergrund zu hören gewesen wären. Aber leider… Ich finde, das das Schlagzeug ein wenig zu kräftig ist.

Für Elvis hat der Komponist Tony Macaulay dieses Lied geschrieben.

“Somewhere in, in the distant night
I hear Christmas bells
The gentle snow keeps falling down on people
Who are homeward bound
That’s the way it’s always been
The Circle really never ends
Christmas seems to come and go
From the place that I don’t know
Holly leaves and Christmas trees
It’s that time of year
Lights aglow and mistletoe
Don’t mean a thing when you’re not here
As I walk, walk this lonely street
The sound of snow beneath my feet
I’ll think of how it use to be
Holly leaves and Christmas trees use to mean so much to me”

Was soll man da noch schreiben, hier passt einfach alles, Geigen, Bass, Schlagzeug, Glocke und The Imperials Quartett im Hintergrund harmonieren fantastisch zusammen, einfach zum Träumen. Gibt es ein anderes Weihnachtslied, welches so zart und besinnlich von Elvis gesungen wird? Für mich ist „Holly Leaves And Christmas Trees“ (2:12) neben O Come All Ye Faithful der Höhepunkt der LP. Jetzt muss man doch in Weihnachtsstimmung kommen. Von Red West und Glen Spreen für Elvis geschrieben.

Jam! Nein, keine Angst, ich meine nicht Michael Jacksons Jam.

Früher mochte ich „Merry Christmas Baby“ (5:45) absolut nicht. Jetzt finde ich es einfach nur genial. Blues pur! Schon alleine wie der Bass das Lied eröffnet. Da stelle ich mir immer einen verrauchten Pub vor, Gäste sitzen mit gesenkten Haupt auf ihren Plätze, einige starren nur so vor sich her, und ein Paar tanzt slowly auf der Tanzfläche zu Merry Christmas Baby…

Zwischendurch hört man, wie Elvis mehrfach vom Text abweicht oder seinen Musikern etwas zuruft; z.B. singt er „Gave me a diamond ring for Christmas, now I’m puttin’ it through Al’s mike“ statt „now I’m livin’ in paradise“. Seinem Bassisten Norbert Putnam ruft er zu: „Wake up, Puts!“

Schade nur, das Elvis nie ein reines Blues Album aufgenommen hat…

Den Song schrieben Lou Baxter und Johnny Moore im Jahre 1947.

Mit „Silver Bells“ (2:27) endet für mich eine der besten, vielleicht sogar das beste Studioalbum von Elvis Presley. Hier hätte man allerdings eine etwas besinnlichere Version einspielen sollen und müssen. Die Streicher sind für mich zu sehr im Vordergrund.

Die Herren Jay Livingston und Raymond Bernard (Ray) Evans schrieben dieses Lied.

Fazit:

Wie schon gesagt, für mich das beste Studioalbum von Elvis. Es zieht sich einfach ein roter Faden durch die LP.

Früher fand ich das Cover passend, doch jetzt stört es mich. Man hätte ein Weihnachtsmotiv wählen müssen, z.B. Graceland im Winter. Das Foto auf der Rückseite passt irgendwie zu Merry Christmas Baby.

Auf diesem Album wird seine Stimme voll gefordert, von kraftvollen Christmas Songs über sanfte Christmas Songs bis hin zum Blues. Gibt es eine bessere männliche Stimme als die von Elvis Presley?

Als CD gab es zwei Versionen (Oder waren es drei?), eine CD mit 11 Songs (1988) und eine mit 13 Songs (1991). Die CD-Version (1991) hat mich allerdings nie überzeugen können, da mir hier der Sound dumpfer erscheint als auf der LP. Da gibt es bessere Christmas-CD-Veröffentlichungen von Elvis, wenn gleich mich die letzten beiden doppel CDs auch nicht wirklich überzeugen konnten (CD 2 passt nicht zu Weinachten!). Wird Zeit das es endlich Outtakes von der Mai 1971 Christmas-Session gibt!

Also, wer diese LP nicht besitz, kaufen kaufen kaufen…

Admiral James T. Kirk

Aloha From Hawaii

Das Konzert der Superlativen!

Das Konzert fand am 14. Januar 1973 im International Convention Center in Honolulu statt. Es setzte bis dahin ungekannte Maßstäbe im TV- und Showbusiness. Mit über 2,5 Millionen US-Dollar war dies die bis dahin teuerste TV-Produktion überhaupt. Erstmals wurde ein Ereignis dieser Art zeitgleich in mehreren Ländern live ausgestrahlt – auf den Philippinen erreichte die Ausstrahlung eine Quote von über 90%. Zusammengenommen sahen über eine Milliarde Zuschauer das Konzert – live, als zeitversetzte Übertragung oder als NBC-Zusammenschnitt. Damit nahmen an diesem Ereignis, wie auch an der New Yorker Sinatra-Show im Folgejahr, mehr Menschen am TV teil als zuvor an der Mondlandung.

Mit einem atemraubenden 2001-Thema wird die Jahrhundertshow vom 14. Januar 1973 eröffnet. Joe Guercio und seine Musiker übertreffen sich selbst.

Ein mächtiger Trommelwirbel, mit unterstützenden rhytmischen klatschen, kündigt den ersten Song der Show an, C. C, Rider. Diese Version ist stark, verdammt stark. Besonders ab 2:23 … I said C. (C. C. Rider) C. C. Rider (C. C. Rider) … klingt verdammt dreckig!

Beifall brandet auf und weiter geht es mit einer rockigen Burning Love Version. Diese Version ist um einiges stärker als seine Singel Veröffentlichung, Rock pur. Endlich passt seine Stimme zum Song. …

…Im just a hunk, a hunk of burning love
Just a hunk, a hunk of burning love
Just a hunk, a hunk of burning love
Just a hunk, a hunk of burning love
Just a hunk, a hunk of burning love
Just a hunk, a hunk of burning love
Just a hunk, a hunk of burning love

Nun bedankt sich Elvis beim Publikum und begrüßt dieses auch. Seine Stimme klingt etwas nervös.
Weiter geht es mit einem bis dahin noch unbekannten Song, den Elvis hier zum ersten mal vorträgt, Something. Die Baß-Posaune und Kathys Stimme fallen sofort auf, dazu seine Stimme. Traumhaft arrangiert.
Der Song ist ein kleiner Vorgeschmack auf das, was noch kommen wird.

You Gave Me a Mountain ist der zweite bis dahin unbekannte Song, zumindest nicht auf LP. Wie Elvis den Refrain vorträgt, wie alles arrangiert ist, ist das Markenzeichen vieler der heutigen hier gespielten Songs. Diese Art an Musik liegt ihm.

Mit einem „funky Blues“-Version von Steamroller Blues geht es weiter. Auch hier fällt sofort die Baß-Posaune auf.

Nun kündigt Elvis einen seiner „Favorites Songs“ an. My Way wird mit Glenns Klaviersolo eingeleitet. Beifall brandet auf und verstummt sofort wieder. Seine Stimme klingt nachdenklich, recht traurig. Die einzelne Geige im Hintergrund untermauert Elvis Darbietung. Weltklasse. Für mich Elvis beste May Way Version. Was wohl Frank beim hören dieser Version gedacht hat?

Nun kündigt Elvis einen Medley seiner Songs an. Love Me und Johnny B. Goode folgen. Beides schöne Versionen, besonders Johnny B., Elvis rockt und peitscht sich durch den Song. Dazu James Gitarrensolo, Spitzenklasse.

It’s Over ist ein weiteres neues Lied. Das Arrangement ist Spitzenklasse. Achtet hier mal etwas auf die Vielzahl an Instrumenten im Hintergrund. Und dazu seine dezent kräftige Stimme.

Blue Suede Shoes ist ein kleiner Rock-Lückenfüller, fetzig und schöne Version.

Nun kündigt Elvis einen der traurigsten Songs an die er kennt, I’m So Lonesome I Could Cry. Er trägt den Song nachdenklich und traurig vor. Dazu die dezenten Instrumente und die Chöre welche Elvis unterstützen. Traumhaft. Selbst Elvis bekam bei diesem Song eine Gänsehaut, zu hören und zu sehen (auf DVD) bei ca. 0:49 Minuten.

I Cant Stop Loving You wird langsam vorgetragen, schöne Version. Elvis steigt etwas später ein, da er noch einen schluck Wasser (?) trinkt.

Kurz, kürzer, Hound Dog! Schöne Version, doch leider viel zu kurz.

Kommen wir nun zu meinem Livesong No. 1 von Elvis, What Now My Love.
Der Song wird in einer Art Bolero-Beat (hier ein Bspl. http://www.youtube.com/watch?v=3-4J5j74VPw) dargeboten.
Es ist dieser Bolero-Beat der mich fesselt. Klavier, Streicher und Trompeten, alle spielen mal abwechselnd, dominierend, brachial, in diesem Bolero-Beat und bauen so den Song förmlich auf. Und dazu die Chöre welche Elvis unterstützen.
Und erst das Ende. Er schreit es aus sich raus, doch es ist kein schreien in diesem Sinne… wie sagte meine Großmutter immer, er schreit nicht, er singt. Und das ist es, er singt das Ende Explosiv, dazu die entfaltenden Instrumente und Chöre. Und was macht J.D.? Er singt allen entgegen mit seiner abfallenden Bassstimme… ach was schreib ich, hört euch den Song auf voller Lautstärke an http://www.youtube.com/watch?v=TJS1vLTV_MA .

Beim folgende Fever merkt man wie nervös Elvis war. Er vergaß eine Zeile zu singen. Das Schlagzeug ist das wichtigste Instrument, da er hier, zu Ronnys Drumschlägen, seine Beine bewegen lässt, was ein aufschreien der Fans verursacht. Er spielt förmlich mit den Fans. Sehr schöne Version.

Welcome To My World wird solide und kräftig vorgetragen. Zum Ende entfalten sich noch mal ganz kurz alle Instrumente.

Suspicious Minds ist der einzige Song des Konzertes, welcher mich nicht überzeugen kann. Es fehlt mir einfach die Dynamik, die Geradlinigkeit. Der Song wirkt auf mich einfach zu durcheinander.

Nun folgt die übliche Bandvorstellung.

  • J.D. Sumner & the Stamps Quartet (backup vocals)
  • Sweet Insoirations (backup vocals)
  • Kathy Westmorland (backup vocals)
  • James Burton (lead guitar)
  • John Wilkinson (rhythm guitar)
  • Ronnie Tutt (drums)
  • Jerry Scheff (bass)
  • Glen Hardin (piano)
  • Charlie Hodge (harmony)
  • Joe Guercio & his Orchestra

Kommen wir zum Höhepunkt der Show. Das Konzert ist dem verstorbenen Kui Lee gewidmet und dessen Song, I’ll Remember You, trägt Elvis vor, und wie. Elvis füllt den Song mit Leben aus. Er betont gefühlsvoll. Dazu die Streicher im Hintergrund, welche eine recht traurige Atmosphäre schaffen. Und wie Elvis dann bei 1:30 I Will Remember You betont… da verschlägt es einen die Stimme. Und der Schluss, Streicher, Chöre und seine Stimme. Dazu die Querflöte (?)… puh!

Das folgende Medley aus Long Tall Sally/Whole Lotta Shakin’ Goin’ On ist solider Rock’n’Roll mit der Gitarre im Vordergrund. Doch das Medley ist im Vergleich zu späteren Versionen recht harmlos.

Kommen wir zur besten, dynamischsten, kräftigsten und mitreißersten Version von American Trilogy. Elvis geht in diesem Song voll auf. Zuerst hören wir James Gitarre, dann dezente Chöre, im Hintergrund das Klavier und dezente Schläge des Schlagzeuges, welche dann etwas stärker in den Vordergrund kommen.
Elvis betont gefühlsvoll, und wird gefühlsvoll von den Chören, und ganz besonders vom Orchester unterstützt. Das hört man an dem Part, wo nur die Querflöte zu hören ist (2:50), im Hintergrund dezent, wirklich ganz dezent die anderen Instrumente. Doch dann, mit Macht, wie eine Welle, entfalten sich die Instrumente. Erst leise, doch dann rollen sie über einen hinweg. Die Geigen, die Trompete, sämtliche Schlagzeuge, die Chöre, alles, wirklich alles ist zu hören. Man hört Elvis wie er das Orchester anfeuert. Gänsehaut. Und als Elvis wieder einsteigt verspürt man richtig, wie Elvis mitgeht. Er peitscht den Song vor, ist sogar für einen kleinen Moment schneller als seine Truppe. Das Arrangement ist Weltklasse. Beifall brandet auf und Elvis schmeißt seinen Gürtel ins Publikum.

Nun folgt A Big Hunk O’ Love. Das Arrangement pept den alten Song recht gut auf. Man merkt wie befreit Elvis aufsingt, so als ob bei American der Knoten geplatzt sei.

Mit Can’t Help Falling in Love endet auch dieses Konzert. Es scheint so, als würde seine Stimme etwas zittern. Nachdem Elvis sein Cape ins Publikum befördert hat, was ein Aufschrei der Fans verursacht, endet dieses grandiose Konzert!

Unmittelbar nach der Show, sobald das Publikum den Saal verlassen hat, nimmt Elvis noch vier Songs (blue Hawaii, Ku-U-I-Po, No More, Hawaiian Wedding Song und Early Morning Rain) extra auf, die für ein TV-Special in den USA gedacht sind. Alle vier Songs werden in Spitzenqualität eingespielt.

Der Cd ist ein kleines Booklet beigelegt mit diversen Details zur Show. Im Booklet selbst sind verschiedene Bilder der Show zu sehen.
Die ältere CD-Version (PD 82642) ist komplett identisch mit der LP. Das Konzert ist nicht vollständig.


Oben die erste CD Generation (PD 82642), unten die spätere und beste Veröffentlichung (07863 67609-2)

Fazit:

Viele Fans zerreißen das Konzert, da sie finden Elvis wäre zu brav, zu lustlos. Doch Elvis trat Live vor 1,5 Millarden Menschen auf. Nervös darf man da ruhig sein. Er konnte der Welt zeigen was in ihm steckte, und das tat er mit diesem Konzert der Superlativen. Für mich ist die Aloha Show sein Karrierehöhepunkt. Es ist das einzige Konzert von ihm, wo die Songs nicht veralbert werden. Die Songs die er singt werden mit mehr als 110% Leidenschaft vorgetragen. Seine Stimme ist kräftig, sein Aussehen besser als je zuvor. Dort zeigte er der Welt zurecht, das es nur einen King geben kann. Elvis Presley

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