Archiv für die Kategorie 'DVD Reviews'

dotore

The Sun King

 

01 und 02 Black Sunday und Also Sprach Zarathustra (27.05.1977)

Sehr schöner Anfang. Ohne gleich vom King positiv eingenommen zu werden kann man sich fast wie die Zuschauer 1977 auf das Bevorstehende einstimmen. Die Chips richten, den Tequila kredenzen, den Teddy Bear ausrichten und ab geht es. Das Richard Stauss stück ist längst Elvis Geschichte geworden, wir lehnen uns zurück und gleich geht es los…….

03 See See Rider (27.05.1977)

Der King schreitet ein. Er begrüßt seine Fans per Handzeichen. Ihr seit willkommen danke das Ihr hier seit. Ein freundliches Lächeln umgibt sein etwas rundliches Gesicht. Macht ihn sehr sympathisch. Das Publikum ist gleich da. Er lässt sich die die Gitarre umlegen und wartet einen Augenblick bevor er dann mit See( C. )See( C.) Rider losrockt. Das Publikum rasst. Ein tolle rockige Darbietung mit eine Elvis üblichen Gitarren-Performance-Schluss wie ihn noch heute so manche Stars in ihre Live Auftritte einbauen. Wir sind mittendrin Elvis 1977 immer noch der King. 

04 I got a Woman (26.05.1977)

Es fängt schön rockig/bluesig an. Alle erwarten dann Amen aber stattdessen beginnt Elvis mit dem Publikum zu reden. Elvis macht ein paar Späßchen alles lacht. Dann macht er ein paar so Typischgewordene Elvis Gesten. Die Kameras ticken wie Maschinengewehre. Das Posten endet indem er nur ganz kurz ein einziges Amen brummt, dann rockt er richtig los und endet mit einer „Power- Gitarren -Performance“ indem er die Gitarre auf den Boden klopft und quer zur Charlie rüber wirft. 

Kürzer und Rockig als üblich. Klasse ausgesucht. 

05 Love Me (27.05.1977) 

Elvis singt diesen Song eigentlich nicht, sondern benutzt ihn hier nur um mit dem Publikum Kontakt aufzunehmen. Schaals werden verteilt und Elvis bekommt die ersten Geschenke (Bild, Medallion). Das ende wie immer Kraftvoll. 

06 If you love me let me Know (24.05.1977)

Elvis beginnt kraftvoll und Ernsthaft. Dann trinkt er was und stellt sich lässig mit einer Hand im Gürtel hin und singt den Song weiter. Danach schnappt er sich einen Mann der neben den Schlagzeug steht. Ich kann einfach nicht erkennen wer das ist. Er singt ihn an. Und beide müssen lachen. Elvis kommt aber wieder zur Ernsthaftigkeit des Anfangs. Dem Publikum hat dieser Spontane Gag gefallen. Aplaus

07 You Gave me a Mountain (27.05.1977)

Hatte er bei seinen Februar Auftritten noch Probleme mit seiner Stimme, so zeigt er sich hier von seiner besten Seite. Er kniet sich gesanglich voll rein und treibt seine Band richtig an. Ich bekomme eine erste Gänsehaut. Auch das Ende ist klasse. Elvis beendet mit einer kleinen Karate Figur. Ich stehe auf und Applaudiere in Richtung des Fernsehers. 

08 Jailhouse Rock (24.05.1977)

Ich bleib gleich stehen. Denn irgendwie bin ich jetzt im Konzert angekommen. Elvis singt stimmlich recht rockig. Ich rocke einfach mal das Wohnzimmer. Elvis bewegt sein linkes Bein im Rock’n’Roll Rhythmus. 

09 Little Sister / Teddy Bear / Don’t Be Cruel (26.05.1977)

Elvis „rennt“ und rockt durch seine Hits. Die Fans wollen es und lieben es, ich auch. Ab DBC gibt es Schaals, das Medley flacht ab da auch etwas ab. Guter Übergang für das nächste Highlight der DVD.

10 Bridge over Troubled Water / O Sole Mio (27.05.1977) 

Wiederum beweißt der King dass er es stimmlich immer noch drauf hat. Er beginnt mit einem Zettel in der Hand, etwas unsicher aber energisch wird er besser und besser, und nach 1 ½ Minuten hat er mich – 2 x Gänsehaut. Das Publikum klatscht mitten im Lied, so begeistert sind sie. Das stachelt Elvis noch mehr an. Das Ende verändert er aber etwas, kommt nicht ganz so hoch wie früher. Egal. Hände bluten vom Klatschen. Elvis erläutert ins klatschen hinein, dass nun erst Sherill Nielsen mit O Sole Mio beginnt und er dann mit It’s Now Or Never weitermacht. Elvis neckt Nielsen mit ein paar Späßchen. Und der macht sein hohes Ding….

11 It’s Now or Never / Heartbreak Hotel (24.05.1977) 

Harter Schnitt auf der DVD. Statt die Aufnahme von 27 zu nehmen, wird genau da wo Elvis beginnt die Aufnahme vom 24.05 genommen (wahrscheinlich war der Zustand der Aufnahme einfach zu schlecht). So gesehen ist der Schnitt nicht schlecht. Da Elvis eh bei diesen Konzerten den Sun-Anzug anhatte. Und bei beiden Aufnahmen einen weißen Schaal trug, ist der Schnitt zwar mitten im Song gewagt, aber noch ganz gut umgesetzt. Elvis bringt den Song souverän rüber. Sozusagen schon seit 74 – Standart in dieser Form. Der Song wird aber einige Sekunden vor Ende zu einen „Medley“ weil er nicht ganz ausgespielt wird, sondern ein klasse blues/rockig vorgetragenes Heartbreak Hotel reingehämmert wird. Er hat richtig bock auf den Song und das merkt man ihm auch an. Er treibt die Band an. Leider macht er seit einiger Zeit den so genannten Mirkospaß bei diesem Song (Er hält das Mikro kurz nicht an den Mund und tut so als ob er es vergisst). Schade, hätte er hier weglassen sollen. Weil es bis zu diesem ende richtig schön Rockig rüberkommt. 

12 Early Morning Rain (27.05.1977) 

Von der Bandvorstellung bleibt nur EMR. Was für Frauen Herzen.

13 Polk Salad Annie (26.05.1977) 

Die dritte Höhepunkt der DVD. Nach 1971 reduzierte Elvis Immer mehr die Performance bei diesem Song (Ich sag nur die langweilige 72er Version bei den Hawaii-Konzert). Aber an diesen Tag hatte er mal wieder richtig Lust auf den Song. Da ist er der Rock’n’Roll King. Elvis Rockt das Haus. … und mein Wohnzimmer. Ich stehe auf und mache mal mit. Beim Elvis Spagat komme ich aber nicht mehr ganz hoch. Beendet wird der Song mit einer kurzen Karate Performance, mit einem Tritt gegen einen unsichtbaren Gegner (mein Hund lernt fliegen). Mich hat er schon längst umgehauen.

14 Heartbreak Hotel (27.05.1977)

Warum diese Nummer drauf ist weiß ich nicht. Passt gar nicht. Erstens Ist die Version schlechter als die bei 11. Und Zweitens unterbricht sie die geilen Höhepunkte diese DVD. Da wäre es besser gewesen. Von der 13 gleich auf die 15 zu kommen. 

15 Hurt/Hound Dog (24.05.1977) 

Die Höhepunkte reißen aber nicht ab. Ich sag Euch ein HAMMER. Ein ECHTER HAMMER. Nichts von wegen….. Keine Stimme…Schatten seiner Selbst usw. alles Quatsch. DRITTE MAL Gänsehaut!!! Langsam werde ich ein Puter. Ich muss mir Hurt noch 3 x anhören. Einfach nur Genial. Es folgt Hound Dog 1..2..3… wischi waschi Hound Dog, Schaals fliegen. Egal, ist mein Lieblingssong vom King. Ich prüfe die Haltbarkeit meines Teppichs. 

16 Hound Dog (26.05.1977) 

Spätestens jetzt schließe ich den Macher dieser DVD in mein Herzen und meine Gebete ein. Ein DOPPEL-HOUND DOG 77. Wenn ich es nicht besser wüsste, war ich bei der Zusammenstellung zugegen. . Diese Version zeigt, dass Elvis sehr wohl wenn er wollte auch Hound Dog 1977 rocken kann. Das Publikum ist beigeistert, ich auch, mein Teppich nicht. 

17 Can’t Help Falling in Love 

Wie immer beschließt Elvis sein Konzert mit CHFIL. Wie immer mit vollsten und liebevollen Einsatz. Letzte Schaals werden vergeben. Hände geschüttelt. Und wie immer gibt Elvis im letztem Song noch mal alles….Frauen schreien, Männer weinen…..der King geht. 

Letzte Gänsehaut…. Closing Vamp…Vorhang! Elvis ist Genial. Ich liebe ihn forever. 

Bonus 

Little Sister-Teady Bear – Don’t Be Cruel – Hurt – Can’t Help Falling in Love

Als Erster Bonus sind 5 Songs vom 23.05.1977 drauf. Die Tonqualität ist miserabel. Nur Elvis Geniale-Stimme schafft es etwas bei Hurt aus den rauschenden, schwankenden und gedämpften dicklichen Ton hin durch zukommen. 

Elvis enters-See See Rider-I got a woman-Elvis talks-Let me be Thre-Love me Tender-Can’t Help Falling in Love-Closing Vamp

Die Zweiten Bonussongs 

Hier ist der Ton besser- Aber das Bild Grotte. Die Aufnahmen sind von 21.05.1976 – Also ein Jahr vorher.

Review von thetifcat

dotore

Elvis Bicentennial

 

Einmal mehr erreichte die Fans in einem sehr kurzen Zeitabstand ein neuer Memory Records Release. Diesmal nahm sich Memory zwei Konzerte aus dem Jahr 1976 vor, den 20.03.76 (20:30h, Charlotte) und den 14.10.1976 (20:30h, Chicago).

An diesem Material ist nichts „unveröffentlicht“ oder komplett neu. Da das Material bereits bekannt war, habe ich an diese Veröffentlichungen auch keine hohen Erwartungen geknüpft. Ich muss aber dennoch gestehen, dass ich positiv überrascht war.

Das Overdubb ist sehr gut gemacht wie üblich bei Memory Records. Leider sind 8mm-Aufnahmen sehr häufig gestückelt und nicht sehr schön anzusehen. Bei dieser DVD fällt es einem aber nicht schwer dabeizubleiben, da es in den einzelnen Abschnitten wesentlich länger – und dadurch nicht so abgehackt ist. Einiges an diesen Aufnahmen entdeckt man neu, wie zum Beispiel die Aufnahmen in Charlotte wo sich Elvis eingehend mit seinen sehr jungen Fans beschäftigt.

Bonus:
Die Aufnahmen, gerade vom Charlotte Konzert zeigen, dass der Bicentennial Suit aus der Ferne wirklich sehr gut ausgesehen hat. Ich war nie ein Fan dieses Anzuges, muss aber beim Betrachten der Aufnahmen zugeben, dass dieser Suit einen sehr guten Eindruck macht. Während des Charlotte-Konzertes wirkt Elvis ein wenig angestrengt und müde. Dass diese Aufnahmen bei weitem nicht so verwackelt und holprig sind wie bei den meisten 8mm-Aufnahmen, die sich im Umlauf befinden, ist ein weiterer Pluspunkt – und das sogar fast über das gesamten Konzert hinweg. Die Charlotte-Aufnahmen waren für mich etwas anstrengender zu betrachten, sie sind leider nicht so gut wie die Chicago-Aufnahmen, die meiner Meinung nach viel schärfer sind und eine wesentlich bessere Farbintensität haben. Die Charlotte-Aufnahmen sind mitunter doch leider sehr verwackelt. Trotzdem vermittelt diese DVD ein sehr schönes 76er-Konzert-Feeling, weil die Titel nicht kurz und abgehackt aufgenommen wurden.

Malus:
Leider gibt es auch einen Minuspunkt: die Bilder, die teilweise gezeigt werden, sind – wie bei bisher jeder Memory Veröffentlichung – verzerrt und trüben das Gesamtbild. Ich hoffe, das Memory diese Angelegenheit bald in den Griff bekommt, denn es ist leider nicht die erste Veröffentlichung, die dieses Problem aufweist.

Fazit:
Ich kann jedem, der diese Aufnahmen nicht – auch nicht auf VCD oder transformiert auf DVD – hat, empfehlen, sich diese Veröffentlichung zuzulegen. Die anderen können sich überlegen, ob sie für dasselbe Material, das sie schon auf einem Datenträger haben, Geld ausgeben möchten. Aber für den, der alles haben muss, wird sich diese Frage wohl nicht stellen.

Übrigens, eine kleine Information am Rande: aufgrund des großes Erfolgs dieser DVD wird es wohl schon bald einen zweiten Teil geben…

Tracklisting
CHARLOTTE, 20.03.1976 (8:30 P.M. show)

  • 01. Also Sprach Zarathustra / See See Rider 
  • 02. I Got A Woman / Amen 
  • 03. Love Me 
  • 04. Let Me Be There 
  • 05. You Gave Me A Mountain 
  • 06. Steamroller Blues 
  • 07. All Shook Up 
  • 08. Teddy Bear / Don’t Be Cruel / Hound Dog 
  • 09. Heartbreak Hotel 10. Polk Salad Annie 
  • 11. Band Introductions / Solos 
  • 12. Hurt 
  • 13. Burning Love 
  • 14. American (The Beautiful) 
  • 15. Funny How Time Slips Away / Closing vamp 

 

CHICAGO, 14.10.1976 (8:30 P.M. show)

 

  • 01. See See Rider 
  • 02. I Got A Woman / Amen
  •  03. Love Me 
  • 04. You Gave Me A Mountain
  •  05. Jailhouse Rock 
  • 06. All Shook Up
  •  07. Don’t Be Cruel
  •  08. And I Love You So 
  • 09. Polk Salad Annie
  •  10. Early Morning Rain / Johnny B. Goode 
  • 11. Hurt (twice in row) 
  • 12. Love Me Tender 
  • 13. Hound Dog / Mystery Train

Review eingesandt von susan

 

Als ich das erste Mal von dieser DVD hörte, dachte ich es handelt sich wieder um eine ehemals VCD, die man auf eine DVD gezogen hat. Falsch gedacht, schon wenige Sekunden nachdem ich die DVD in meinen Player eingelegt hatte, war ich vollkommen überrascht. Auf dieser DVD findet sich nicht – wie Anfangs gedacht – Material in der x-ten Generation sondern meiner Meinung nach der ersten Generation. Inhalt der DVD Es handelt sich dabei um Material von drei Konzerten die Elvis im November in Honolulu (Honolulu International Center) absolviert hat. Die Konzerte fanden am 17.11. (Abendshow) und am 18.11. (Nachmittags- und Abendvorstellung) statt. Von allen drei Konzerten ist Material auf dieser DVD vorhanden; aber eben nicht nur Material von den Konzerten, sondern auch von der TCB Band mit Al Dorvin. Die „Pausen“ zwischen den Konzerten sind mit Bildern aus den jeweiligen Shows unterlegt. Bei einigen Bildern die Elvis im Tiffany Suit zeigen, bin ich fast davon überzeugt, dass einige dieser Screenshots aus Filmmaterial genommen wurde. Ursprung Ich möchte noch einmal auf den Ursprung dieses Materials zurückkommen. Bei den Recherchen zu dieser Review wollte ich natürlich herausfinden, wer diese DVD nun „veröffentlicht“ hat. Sehr häufig bekam ich die Information, dass das Star Label (Through my eyes) dafür verantwortlich ist. Diese Information stelle sich aber bei weiteren Recherchen als falsch heraus. Das Material wurde von Haruo Hirose, dem Webmaster der Webseite ‚Elvis World Japan’ aufgezeichnet. Vor ca. einem Jahr stellte er dieses Material Freunden auf einer DVD schön aufbereitet zur Verfügung. Diese DVD wurde gestohlen/weitergegeben und gelangte so auf den „Markt“. Haruo Hirose distanziert sich von dieser Veröffentlichung, da er, wie er mir sagte, nie die Absicht hatte, dass dieses Material eine größere Verbreitung findet. Das Foto zeigt Haruo Hirose vor oder nach einem der besagten Elvis Konzerte mit seiner 8mm Kamera in der Hand. Haruo Hirose war damals 22 Jahre alt.

 

Review eingesandt von susan

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