Monatsarchiv für November 2008

Bald hier zu lesen.

Ein Review der neusten FTD Veröffentlichung des Live Konzertes von August 1974 – Nevada Nights

dotore

The Sun King

 

01 und 02 Black Sunday und Also Sprach Zarathustra (27.05.1977)

Sehr schöner Anfang. Ohne gleich vom King positiv eingenommen zu werden kann man sich fast wie die Zuschauer 1977 auf das Bevorstehende einstimmen. Die Chips richten, den Tequila kredenzen, den Teddy Bear ausrichten und ab geht es. Das Richard Stauss stück ist längst Elvis Geschichte geworden, wir lehnen uns zurück und gleich geht es los…….

03 See See Rider (27.05.1977)

Der King schreitet ein. Er begrüßt seine Fans per Handzeichen. Ihr seit willkommen danke das Ihr hier seit. Ein freundliches Lächeln umgibt sein etwas rundliches Gesicht. Macht ihn sehr sympathisch. Das Publikum ist gleich da. Er lässt sich die die Gitarre umlegen und wartet einen Augenblick bevor er dann mit See( C. )See( C.) Rider losrockt. Das Publikum rasst. Ein tolle rockige Darbietung mit eine Elvis üblichen Gitarren-Performance-Schluss wie ihn noch heute so manche Stars in ihre Live Auftritte einbauen. Wir sind mittendrin Elvis 1977 immer noch der King. 

04 I got a Woman (26.05.1977)

Es fängt schön rockig/bluesig an. Alle erwarten dann Amen aber stattdessen beginnt Elvis mit dem Publikum zu reden. Elvis macht ein paar Späßchen alles lacht. Dann macht er ein paar so Typischgewordene Elvis Gesten. Die Kameras ticken wie Maschinengewehre. Das Posten endet indem er nur ganz kurz ein einziges Amen brummt, dann rockt er richtig los und endet mit einer „Power- Gitarren -Performance“ indem er die Gitarre auf den Boden klopft und quer zur Charlie rüber wirft. 

Kürzer und Rockig als üblich. Klasse ausgesucht. 

05 Love Me (27.05.1977) 

Elvis singt diesen Song eigentlich nicht, sondern benutzt ihn hier nur um mit dem Publikum Kontakt aufzunehmen. Schaals werden verteilt und Elvis bekommt die ersten Geschenke (Bild, Medallion). Das ende wie immer Kraftvoll. 

06 If you love me let me Know (24.05.1977)

Elvis beginnt kraftvoll und Ernsthaft. Dann trinkt er was und stellt sich lässig mit einer Hand im Gürtel hin und singt den Song weiter. Danach schnappt er sich einen Mann der neben den Schlagzeug steht. Ich kann einfach nicht erkennen wer das ist. Er singt ihn an. Und beide müssen lachen. Elvis kommt aber wieder zur Ernsthaftigkeit des Anfangs. Dem Publikum hat dieser Spontane Gag gefallen. Aplaus

07 You Gave me a Mountain (27.05.1977)

Hatte er bei seinen Februar Auftritten noch Probleme mit seiner Stimme, so zeigt er sich hier von seiner besten Seite. Er kniet sich gesanglich voll rein und treibt seine Band richtig an. Ich bekomme eine erste Gänsehaut. Auch das Ende ist klasse. Elvis beendet mit einer kleinen Karate Figur. Ich stehe auf und Applaudiere in Richtung des Fernsehers. 

08 Jailhouse Rock (24.05.1977)

Ich bleib gleich stehen. Denn irgendwie bin ich jetzt im Konzert angekommen. Elvis singt stimmlich recht rockig. Ich rocke einfach mal das Wohnzimmer. Elvis bewegt sein linkes Bein im Rock’n’Roll Rhythmus. 

09 Little Sister / Teddy Bear / Don’t Be Cruel (26.05.1977)

Elvis „rennt“ und rockt durch seine Hits. Die Fans wollen es und lieben es, ich auch. Ab DBC gibt es Schaals, das Medley flacht ab da auch etwas ab. Guter Übergang für das nächste Highlight der DVD.

10 Bridge over Troubled Water / O Sole Mio (27.05.1977) 

Wiederum beweißt der King dass er es stimmlich immer noch drauf hat. Er beginnt mit einem Zettel in der Hand, etwas unsicher aber energisch wird er besser und besser, und nach 1 ½ Minuten hat er mich – 2 x Gänsehaut. Das Publikum klatscht mitten im Lied, so begeistert sind sie. Das stachelt Elvis noch mehr an. Das Ende verändert er aber etwas, kommt nicht ganz so hoch wie früher. Egal. Hände bluten vom Klatschen. Elvis erläutert ins klatschen hinein, dass nun erst Sherill Nielsen mit O Sole Mio beginnt und er dann mit It’s Now Or Never weitermacht. Elvis neckt Nielsen mit ein paar Späßchen. Und der macht sein hohes Ding….

11 It’s Now or Never / Heartbreak Hotel (24.05.1977) 

Harter Schnitt auf der DVD. Statt die Aufnahme von 27 zu nehmen, wird genau da wo Elvis beginnt die Aufnahme vom 24.05 genommen (wahrscheinlich war der Zustand der Aufnahme einfach zu schlecht). So gesehen ist der Schnitt nicht schlecht. Da Elvis eh bei diesen Konzerten den Sun-Anzug anhatte. Und bei beiden Aufnahmen einen weißen Schaal trug, ist der Schnitt zwar mitten im Song gewagt, aber noch ganz gut umgesetzt. Elvis bringt den Song souverän rüber. Sozusagen schon seit 74 – Standart in dieser Form. Der Song wird aber einige Sekunden vor Ende zu einen „Medley“ weil er nicht ganz ausgespielt wird, sondern ein klasse blues/rockig vorgetragenes Heartbreak Hotel reingehämmert wird. Er hat richtig bock auf den Song und das merkt man ihm auch an. Er treibt die Band an. Leider macht er seit einiger Zeit den so genannten Mirkospaß bei diesem Song (Er hält das Mikro kurz nicht an den Mund und tut so als ob er es vergisst). Schade, hätte er hier weglassen sollen. Weil es bis zu diesem ende richtig schön Rockig rüberkommt. 

12 Early Morning Rain (27.05.1977) 

Von der Bandvorstellung bleibt nur EMR. Was für Frauen Herzen.

13 Polk Salad Annie (26.05.1977) 

Die dritte Höhepunkt der DVD. Nach 1971 reduzierte Elvis Immer mehr die Performance bei diesem Song (Ich sag nur die langweilige 72er Version bei den Hawaii-Konzert). Aber an diesen Tag hatte er mal wieder richtig Lust auf den Song. Da ist er der Rock’n’Roll King. Elvis Rockt das Haus. … und mein Wohnzimmer. Ich stehe auf und mache mal mit. Beim Elvis Spagat komme ich aber nicht mehr ganz hoch. Beendet wird der Song mit einer kurzen Karate Performance, mit einem Tritt gegen einen unsichtbaren Gegner (mein Hund lernt fliegen). Mich hat er schon längst umgehauen.

14 Heartbreak Hotel (27.05.1977)

Warum diese Nummer drauf ist weiß ich nicht. Passt gar nicht. Erstens Ist die Version schlechter als die bei 11. Und Zweitens unterbricht sie die geilen Höhepunkte diese DVD. Da wäre es besser gewesen. Von der 13 gleich auf die 15 zu kommen. 

15 Hurt/Hound Dog (24.05.1977) 

Die Höhepunkte reißen aber nicht ab. Ich sag Euch ein HAMMER. Ein ECHTER HAMMER. Nichts von wegen….. Keine Stimme…Schatten seiner Selbst usw. alles Quatsch. DRITTE MAL Gänsehaut!!! Langsam werde ich ein Puter. Ich muss mir Hurt noch 3 x anhören. Einfach nur Genial. Es folgt Hound Dog 1..2..3… wischi waschi Hound Dog, Schaals fliegen. Egal, ist mein Lieblingssong vom King. Ich prüfe die Haltbarkeit meines Teppichs. 

16 Hound Dog (26.05.1977) 

Spätestens jetzt schließe ich den Macher dieser DVD in mein Herzen und meine Gebete ein. Ein DOPPEL-HOUND DOG 77. Wenn ich es nicht besser wüsste, war ich bei der Zusammenstellung zugegen. . Diese Version zeigt, dass Elvis sehr wohl wenn er wollte auch Hound Dog 1977 rocken kann. Das Publikum ist beigeistert, ich auch, mein Teppich nicht. 

17 Can’t Help Falling in Love 

Wie immer beschließt Elvis sein Konzert mit CHFIL. Wie immer mit vollsten und liebevollen Einsatz. Letzte Schaals werden vergeben. Hände geschüttelt. Und wie immer gibt Elvis im letztem Song noch mal alles….Frauen schreien, Männer weinen…..der King geht. 

Letzte Gänsehaut…. Closing Vamp…Vorhang! Elvis ist Genial. Ich liebe ihn forever. 

Bonus 

Little Sister-Teady Bear – Don’t Be Cruel – Hurt – Can’t Help Falling in Love

Als Erster Bonus sind 5 Songs vom 23.05.1977 drauf. Die Tonqualität ist miserabel. Nur Elvis Geniale-Stimme schafft es etwas bei Hurt aus den rauschenden, schwankenden und gedämpften dicklichen Ton hin durch zukommen. 

Elvis enters-See See Rider-I got a woman-Elvis talks-Let me be Thre-Love me Tender-Can’t Help Falling in Love-Closing Vamp

Die Zweiten Bonussongs 

Hier ist der Ton besser- Aber das Bild Grotte. Die Aufnahmen sind von 21.05.1976 – Also ein Jahr vorher.

Review von thetifcat